
Für insgesamt 14 Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrkräfte startete das Jahr 2025 mit einer großen Reise. Die erste Erasmus+-Mobilität des Jahres führte uns wie jedes Jahr im Februar und März in den kleinen Inselstaat Malta. Vom 23.02.25 bis zum 08.03.25 flogen Schülerinnen und Schüler aus der CG11V1, der CG12V1, der GMGUT1, der CT11V1 und der CT12V1 für zwei Wochen auf die sonnige Insel, die sich im Mittelmeer direkt unter Sizilien befindet.
Nach knapp drei Flugstunden landeten wir in der Hauptstadt Valletta und fuhren von dort aus weiter in unsere Apartmentanlage, in der wir für zwei Wochen gemeinsam wohnten.
Unsere Unterkunft lag im kleinen Örtchen Pembroke, das bekannt für seine vielen Sprachschulen ist. Lernende aus aller Welt kommen vor allem im Sommer in den Ort, um ihre Englischkenntnisse zu verbessern.
Doch für unsere Schülerinnen und Schüler stand nicht nur die Verbesserung ihrer Englischkenntnisse auf dem Programm, der Fokus lag auf einem zehntägigen Praktikum, welches die Teilnehmenden in unterschiedlichen Betrieben absolvierten. Je nach beruflichem Schwerpunkt arbeiteten die Schülerinnen und Schüler aus der Höheren Berufsfachschule beispielsweise in einer Schokoladenfabrik, in einem E-Sport-Center, in einem Technikfachhandel, in einer Druckerei oder kümmerten sich um die Gestaltung der Social Media Auftritte der großen Sprachschulen vor Ort. Dabei waren sie stets mitten im Geschehen und ihre maltesischen Kolleginnen und Kollegen waren beeindruckt von den Kenntnissen, die sie mitbrachten.

In vielen Betrieben hatten unsere Schülerinnen und Schüler sehr viel kreative Freiheiten und durften für die Betriebe – viele davon in Pembroke ansässige Sprachschulen – Beiträge für die Social-Media-Kanäle gestalten, Logos entwerfen, das Corporate Design der Unternehmen weiterentwickeln und kreative Ideen für zukünftige Posts und Events vorschlagen. Im E-Sport-Center waren zwei Schülerinnen und ein Schüler aus der CT12V1 für die Wartung der PCs und der Hardware zuständig und in der Schokoladenfabrik hatten ein Schüler – ebenfalls aus der CT12V1 - und eine Schülerin aus der CT11V1 die köstliche Gelegenheit, tiefe Einblicke in den Produktionsprozess einer maltesischen Schokoladenmarke zu nehmen.

Je nach Arbeitszeit ging es dann nachmittags oder vormittags noch einmal für mindestens eine Doppelstunde in die Sprachschule, wo unsere Erasmus+-Teilnehmenden zusammen mit Schülerinnen und Schülern aus anderen Ländern ihre Englischkenntnisse verbesserten.
Auch die Freizeitaktivitäten kamen nicht zu kurz, denn Malta und die kleineren Nachbarinseln Gozo und Comino haben kulturell und landschaftlich einiges zu bieten. So besuchte die Gruppe am Samstag mit der Fähre die beiden Nachbarinseln und konnte sich am azurblauen Meer entspannen.


Selbst auf Karneval mussten wir nicht verzichten. Das Fest ist auf Malta sehr beliebt und wird jedes Jahr mit aufwändigen Kostümen und schrillen Festwagen gefeiert, die den ganzen Abend mit Musik- und Lichtershow durch die historischen Gassen von Valletta ziehen.
Farbenfroh ging es auch im Fischerdorf Marsaxlokk zu, das bekannt für seine bunten Fischerboote ist, die zahlreich im Hafenbecken liegen.

Am Sonntag musste sich unsere Gruppe dann einer sportlichen Herausforderung der besonderen Art stellen: Ein Klettersteig im Mosta Valley wartete auf seine Bewältigung. Dabei wurden alle von erfahrenen Profis gesichert und geführt. Die Höhenangst und die körperliche Anstrengung musste allerdings jeder von uns selbst überwinden.

Am Ende waren alle sichtlich stolz auf sich!

Rückblickend war die Reise nach Malta für die Schülerinnen und Schüler eine wundervolle Zeit, in der sie nicht nur ihre Sprachkenntnisse und kulturellen Kompetenzen weiterentwickelt haben, sondern auch über sich hinausgewachsen sind. Viele der Lernenden haben auf Malta Dinge zum ersten Mal gemacht, wie z.B. ein Abendessen für sechzehn Personen zu planen und zuzubereiten und haben sich Aktivitäten zugetraut, für die ihnen in Deutschland der Mut fehlte.
Deshalb können alle Teilnehmenden dieser Erasmus+-Mobilität geschlossen sagen: Malta, wir sehen uns nächstes Jahr wieder!