
Wissenschaftlich von gleich drei Universitäten begleitet, hat im btg das BMBFSFJ-Transfer- und Entwicklungsprojekt ‚Inklusion vor Ort (IvO)‘ begonnen.
Tradition der Entwicklung
Seit über einer Dekade haben im btg große unterrichtliche Entwicklungsvorhaben eine Tradition: So zählte das btg zu den Modellversuchsschulen für die Schulversuche ‚Berufliches Gymnasium für Ingenieurwissenschaften‘ und ‚Fachhochschulreife & Ingenieurtechnik‘, die mittlerweile ins Regelsystem übergegangen sind. Auch als ‚Talentschule‘, als ‚Europaschule‘, als ‚Schule der Zukunft‘ oder im H₂VocationalLab gestaltet das btg innovative berufliche Bildung.
IvO – Inklusion vor Ort
Aktuell hat in den btg-Bildungsgängen der Beruflichen Orientierung das vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) geförderte Entwicklungs- und Innovationsprojekt ‚Inklusion vor Ort (IvO)‘ begonnen, das eine Laufzeit bis Mitte 2029 hat.
lnklusive Bildungsarbeit muss die konkreten Gestaltungserfordernisse der Bildungspraxis vor Ort berücksichtigen - die standort-spezifischen Strukturen, Potenziale und Herausforderungen. Das Projekt lvO setzt daher bei btg als Transfernehmenden an. lm Mittelpunkt steht der Transfer einer pädagogisch didaktischen lnnovation, die im Rahmen eines vorherigen BMBF-Projekts wissenschaftlich fundiert und erprobt wurde: Das SeiP-Rahmenkonzept mit Selbstinszenierungspraktiken als Katalysator individueller Förderung, sozialer Integration und inklusiver Bildungsarbeit in multiprofessionellen Teamstrukturen.
Wissenschaftlich hochkarätig begleitet
Wissenschaftlich begleitet wird das Entwicklungs- und Innovationsprojekt von Prof. Dr. H.-Hugo Kremer (Universität Paderborn), Prof.‘in Dr. Petra Frehe-Halliwell (Universität Jena) und Jun.-Prof.‘in Dr. Marie-Ann Kückmann (Universität Rostock) mit ihren Forschungsteams.
Das btg ist aktuell und im anstehenden Schuljahr die einzige Schule im Projekt. Danach sollen weitere Berufskollegs und Institutionen der Bildungsadministration und der Lehrkräftequalifizierung integriert werden.
„Entwicklungsarbeiten auf hohem Niveau“
btg-Schulleiter Dr. Uwe Krakau unterstreicht: „Für uns als btg ist es ein Privileg, mit so renommierten und in diesem Forschungsfeld sehr erfahrenen Wissenschaftler/innen von gleich drei Universitäten arbeiten zu dürfen. In unseren Bildungsgängen der Ausbildungsvorbereitung und der Berufsfachschulen mit zusammen 275 Lernenden, können wir dort ohnehin anstehende Entwicklungsarbeiten so auf ein sehr hohes Niveau heben. Unser großer Dank gilt dem BMBFSFJ und dem hochkarätigen Team der Forschenden. Wir freuen uns sehr auf die kommenden Jahre.“
„Unsere erste gemeinsame Transfer- und Innovationswerkstatt zusammen mit dem Abteilungs- und dem Forschendenteam war gleichermaßen unterhaltsam und leicht, wie auch bereits hoch produktiv. Es war schön zu erleben, dass wir alle einen vergleichbaren Blick auf die Schülerinnen und Schüler der Abteilung sowie auf die Arbeit im multiprofessionellen Bildungsgangteam haben. Wir freuen uns sehr auf die kommenden Jahre.“, ergänzt Claudia Ortmann, Abteilungsleiterin im btg.
